Andrej Ur

AndrejEin Geiger, der es schafft, höchste Technik mit Talent mit wundervollen Melodien zu kreieren, zu verbinden. Die beseelten Improvisationen von Andrej sind dazu in der Lage sogar die unerfahrenen Zuhörer zu bewegen. Seine Geige gleicht einem lebenden Wesen. Sie spricht mit ihnen und manchmal ist sie traurig und weint; aber oft lacht sie mit ihrem Meister, feinfühlig empfangend seine Launen. Andrej Ur gehört zu den wenigen Musikern, die man bereits bei den ersten Akkorden erkennt. Andrej wurde in der Ukraine geboren; in einer internationalen Familie, Vater aus Ungarn, Mutter Russin. Im Alter von 6 Jahren begann er in der Klasse des berühmten Lehrer Izrael Berger die Geige zu erlernen, wobei es ihm gelang, die Schule mit den Übungen auf seinem Lieblingsinstrument zu verbinden.
Im Jahr 1976 trat er in das musikalische College in die Geigenklasse der Jekaterina Tomaschenwkaja ein, bei der er 5 Jahre lang lernte. Bei Auftritte in lokalen Gruppen erregt Andrej durch sein schönes Spiel und große Fantasie die Aufmerksamkeit.
Am Ende der 60er Jahre zieht seine Familie aus der Ukraine in den Kaukasus. Mit dem Umzug taucht Andrej in die Multinationalität der ehemaligen UdSSR und der europäischen Kultur ein, wobei es ihm gelingt, feinfühlig verschiedene musikalische Stile und Richtungen aufzunehmen. Nach Beendendigung des Musikcolleges im Jahr 1981 begann Andrej`s Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Philharmonie Orchester und setzt seine künstlerische Ausbildung nach einem Jahr sein Studium an dem Leningrader Konservatorium fort. Im Konservatorium waren Andrey`s Lehrer wunderbare Musiker; sie führten den jungen Mann in alle Geheimnisse dieses wunderbaren Instruments. Unter ihnen waren solche Größen der alten Geigenschule wie Igor Saschin, Gallij Afanasiew, Tatiana Zaozernaja. Andrej beendete sein Studium mit hervorragendem Abschluss im Jahr 1989. In den folgenden Jahren vertieft und verfeinert Andrej seinen eigenen Stil des Geigenspiels. Er arbeitet aktiv mit Massenmedien, er ist so auch Hauptkonzertmeister des Schauspielhauses und erste Geige in der Philharmonie in Saporischschja.
Im Jahr 2000 verlässt Andrej die postsowjetischen Weiten und wagt als freier Künstler seinen künstlerischen Neuanfang in Berlin. Jetzt tritt Andrej oft in in Berliner Philharmonie auf und gastrolliert durch Europa.
Den Geiger Andrej Ur macht seine aktive Position aus. „ Ich will spielen so wie ich fühle“ sagt er. Er spielt wirklich so, als ob er vollständig mit der Geige verschmilzt; als würden Mensch und sein Musikinstrument eine unzertrennliche Einheit bilden. Seine Konzerte begeistern mit der Qualität seines Spiels. Die Stimme der Geige von Andrej sticht hervor mit Anspannung und Tiefe; es funkelt mit allen Tönen, die nur dem Instrument entlockt werden können. Man denkt, keiner kann aus einer einfachen Geige ein solches Feuerwerk an Tönen entlocken, wie es Andrej vermag. Man hat den Eindruck, Andrej wurde mit der Geige in der Hand geboren. Seine musikalische Kunst scheint zu einem Energieknoten gepresst zu sein. Jedes Stück in seiner Ausführung wirkt lebendig.
Aktive Praktika haben sehr stark seine Spieltechnik beeinflusst; sie feilten und verfeinerten seinen Stil. Als Qualitätskriterium all seiner Auftritte dient dem Musiker die Rückmeldung seines Publikums. „Das feinste, das genaueste Messinstrument, das zeigt in welcher Form, in welcher künstlerischen Verfassung sich der Künstler in dem Moment auf der Bühne Befindet“.
„Besser als das alltägliche Leben – betont der Geiger – nichts kann so den Interpreten korrigieren in seiner Spielkunst“ Und weiter spricht Ur über das Ziel seiner Auftritte „Ich will, dass der Zuhörer den maximalen seelischen Aufbruch und die volle ästhetische Befriedigung erlangt, die ich selbst verspüre, wenn ich auf der Bühne performe.“ Kann man eine genauere Aussage über das Ziel des Auftrittes machen?

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